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EX19 - Finde das Tier in Dir




EX19 - Finde das Tier in Dir

Finde das Tier in Dir!
Lust kontra Angst


Angst gilt nicht als ursprüngliches Erleben, sondern als ein sekundärer Vorgang, als Reaktion auf etwas anderes. Der Körper produziert, anders ausgedrückt, Angst nicht von sich aus, sondern als Lösungsversuch. Daher können Angstzustände nicht als Erkrankung, sondern als Gesundungsversuche gesehen werden, die freilich oft leider stecken bleiben.
Wie entsteht also Angst?

Grundbedürfnisse sind immer präsent
Um diese Frage zu beantworten, lohnt es sich, einmal nachzufragen, von was wir eigentlich gesteuert werden in unseren Entscheidungen und in unserem Erleben. Und da tauchen als erstes die biologischen Grundbedürfnisse auf:
Ein Grundbedürfnis strebt immer danach, bestimmte Bedingungen herzustellen, die ein Wohlgefühl erlauben oder zumindest die Abwesenheit von negativen Zuständen.

Neben den körperlichen Grundbedürfnissen wie dem Stillen von Hunger und Durst, Schutz vor zuviel Kälte und Hitze ist das stärkste Grundbedürfnis das nach Sicherheit, sowohl körperlich als auch emotional; also der Schutz vor Bedrohung. Gleichstark ist das Bedürfnis danach, sich intensiv zu spüren, um zu wissen: Ja, ich lebe. Ich pulsiere. Ich nehme teil.
Wir haben also zwei sich widersprechende Grundbedürfnisse ständig zu verwalten:
Das nach Sicherheit und das nach Risiko.

Eine Instanz in uns wacht 24 Stunden am Tag darüber, ob diese Grundbedürfnisse erfüllt sind. Wenn nicht, gibt sie Signale, weckt uns aus tiefstem Schlaf (Wer ist nicht schon wegen eines verdächtigen Geräusches oder mit starkem Durst mitten in der Nacht aufgewacht?)

Die Basisreflexe
Um das Bedürfnis nach Schutz vor Bedrohung zu gewährleisten, hat uns die Natur im Bedrohungsfall mit drei Instinkt-Reaktionen, auch Basis-Reflexe genannt, ausgestattet, die im Stammhirn und im Bauchhirn verankert sind. Sie folgen also nicht dem Willen, sondern werden autonom gesteuert, wenn… ja, wenn sie nicht von außen gestört oder verhindert werden oder wurden:
• Angriff
• Flucht
• Erstarren

Angriff
Zum Angriff übergehen hat den Sinn, Bedroher aus dem eigenen Revier zu vertreiben und damit die Sicherheit dieses Ortes wieder herzustellen. Ein weiterer Sinn des Angreifens ist es, das eigene Revier zu erweitern, wenn in ihm die Grundbedürfnisse nicht mehr gedeckt werden können. Man weitet sein Revier aus (und zwar meist auf Kosten des bisherigen Revierinhabers, gegen den gekämpft werden muss), bis es genügend Ressourcen umfasst, die das Überleben sichern.

Dieser Vorgang wird mit Aggression bezeichnet. Aggression kommt vom lateinischen „aggredi“ und heißt wörtlich übersetzt: Herangehen. Wir sind also in diesem Sinne auch aggressiv, wenn wir ein Objekt ‚in Angriff nehmen’, uns auf etwas oder jemanden zu bewegen oder wenn wir schlicht geboren werden und unseren Platz im Leben beanspruchen.

Flucht Wenn wir instinktiv wahrnehmen, dass ein Angriff kaum bis keine Aussicht auf Erfolg hat, wählen wir blitzschnell die nächste Option: Wir machen uns davon, so schnell und gut es geht. Der Fluchtreflex kommt erst wieder zur Ruhe, wenn klar ist, dass wir nun an einem sicheren Ort angekommen sind. Oder bis die rein körperlichen Reserven erschöpft sind, so dass wir (uns) aufgeben.

Erstarrung
Diese hat zwei Aspekte: Zuerst einmal erstarren wir, um die Gefahr einzuordnen und unsere Sinnesorgane extrem intensiv einzusetzen: Von wo und von wem oder was geht die Gefahr aus? Worin genau besteht sie? Wie gefährlich ist sie? Welche Möglichkeiten stehen zur Verfügung? Dafür müssen wir den Atem anhalten (damit wir nicht durch die Atemgeräusche im Hören beeinträchtigt werden), absolut stillhalten (damit wir genau und ohne ‚Verwackeln’ schauen und riechen können).

Sind Flucht oder Angriff nicht Erfolg versprechend, greifen wir zum zweiten Zweck der Erstarrung: Unsichtbar werden. Bei vielen Raubtieren wird der Jagdtrieb durch die Bewegungen ihrer Beute aktiviert. Und wenn ein Beutetier keinen Fluchtweg sieht und ein Angriff aussichtslos ist, dann bleibt ihm nur, sich möglichst unsichtbar zu machen und alle Bewegungen einzufrieren.

Die Lust der Reflexe
Erinnern Sie sich noch, wie Sie als Kind Nachlaufen (Angreifen und Flüchten) oder Verstecken (Erstarren) gespielt haben? Und wie die Erregung absichtlich hergestellt wurde – weil sie so lustvoll war? Wir spüren uns nie so intensiv, als wenn wir mit vollem Einsatz und ungehemmt für die Deckung eines Bedürfnisses sorgen. Diese Art der Erregung ist durch den extrem hohen Adrenalinspiegel so intensiv. Als lustvoll, rauschhaft oder sogar ekstatisch wird sie erlebt, wenn der Körper das Kommando übernimmt und alles ‚von selbst’ abläuft.
Selbst das „Aufgeben“ ist noch von intensiver Lust durchtränkt. So schwammen die Gehirne von Gazellen, die nach intensiver Jagd von Geparden erlegt wurden, regelrecht in Endorphinen und Stresshormonen.

Von Angst kann also nicht die Rede sein, solange wir in Übereinstimmung mit unserer biologisch-körperlichen Natur sind, wozu sogar gehört, sein Leben zu verlieren. In einer konkreten Gefährdung empfinde ich nicht Angst, sondern Erregung und Furcht, die den ganzen oben geschilderten Prozess aktivieren.

Angst ist die Verhinderung von Lust
Angst entsteht erst, wenn wir keine Möglichkeit mehr sehen, für unser Behagen zu sorgen UND wenn gleichzeitig die Lust verhindert wird, die durch das Ablaufen unserer körperlichen Reaktionen entsteht.
Meiner Erfahrung nach sind ausgeprägte und chronische Ängste, in welchem Gewand sie auch auftauchen, letztendlich alle auf Störungen dieser biologischen Abläufe zurückzuführen. Ja früher und umfangreicher die Störung eintrat, desto chronischer und intensiver tritt sie als Angststörung wieder auf.

Diese biologischen Steuerprozesse haben wir mit allen Tieren, die ein Stammhirn und ein Verdauungs-Nervensystem besitzen, gemeinsam.

Darauf bezieht sich auch die Überschrift: Zu 98% (In dieser Größenordnung ist unser Gensatzmit dem der großen Menschenaffen identisch!) sind wir animalisch, aber leider nur zu oft geängstigte, gehemmte und eingeschüchterte Kreaturen.
Das Tier in uns zu befreien ist sehr oft eine gesundheitlich gesehen unbedingt nötige Aufgabe, die, so qualvoll sie uns auch mit alten überfordernden Situationen konfrontiert, doch ‚den großen Preis’ verheißt:
Wieder uns selbst in Besitz nehmen und mutig, voller Lebenslust, angefeuert und warmherzig, kurz: richtig lebendig ‚da draußen’ mitzuspielen.

Hier einige Beispiele aus der Praxis:

1. „Nicht weg können und dabei leise sein“ – Ein expandierendes Paniksyndrom
Eine Frau sucht meine Praxis auf, weil sie seit einigen Wochen beim Fahren auf der Autobahn Panikattacken erleidet. Sie muss dann auf der Standspur anhalten und wird der Erregung kaum Herr. Sie beobachtet, dass das Phänomen sich ausbreitet: Nachdem sie nun mit dem Zug fährt, geht es auch da los. Nun hat sie sogar eine Attacke in einem geschlossenen Raum erlitten.
In der Arbeit miteinander stellt sich folgendes heraus:

Auslöser der Panikattacken war das Erlebnis, nach einem Konzert für mehrere Minuten in einer Menschenmenge eingekeilt zu sein, die zum Ausgang strebte. Danach hatte sie erstmals den ‚Autobahnanfall’.

Das führte uns zu mehreren Situationen als kleines Kind, als sie in einem Haufen anderer spielender Kinder ganz unten lag und keine Luft mehr bekam und ähnlich panisch reagierte.
Als wir noch weiter zurückgingen, kamen wir zu ihrer Geburt, bei der sie solange mit dem Kopf im Geburtskanal stecken geblieben war, dass sie als ‚blaues Baby’ zur Welt kam – Rettung in allerletzter Sekunde.

Es wurde außerdem noch deutlich, dass sie und ihre ganze Familie in der Wohnung jahrelang flüstern musste (von ihrer Geburt an bis etwa zum sechsten Lebensjahr), weil es einen bedrohlichen und sehr Lärm empfindlichen Nachbarn gab.

Hier haben wir also zwei Lust hemmende Aspekte: Das Ausgeliefertsein und Feststecken kombiniert mit Todesgefahr und absoluter Hilf- und Reglosigkeit zum einen, und zum anderen die Unmöglichkeit, diese Grunderregung im Laufe der Kindheit beim lauten und wilden Spiel abzureagieren, um eine neue Erfahrung neben die frühere zu stellen.

Hier war also im Nervensystem eine riesige Erregungsladung gespeichert, die jedoch keine lustvollen oder entspannenden Ableitungsmöglichkeiten hatte.

Die Therapie bestand in folgenden Schritten:

1. Ausarbeiten eines sicheren Ortes in Phantasie und Realität, bis der ‚sichere Zustand’ auch deutlich körperlich gespürt und bei Bedarf, auch in Erregung, aufgesucht werden kann.

2. Die ausdrückliche Erlaubnis, sich ‚verdächtigen Orten’ nur in dem Maß auszusetzen, wie die Klienten bereit dazu war. Als Hausaufgabe diente es, dass sie anhand der bisher Panik auslösenden Situationen ihre Therapiefortschritte einschätzen sollte – in dem Maß, wie sie sich neugierig und zuversichtlich damit fühlt.

3. Würdigen der ‚inneren Wächter’, die ihre Ausdrucksimpulse so lange und gründlich unterdrückt hatten, damit sie und ihre Familie nicht gefährdet wurden (von dem Nachbarn – eventuell Wohnungsverlust).

4. Verdeutlichen der systemischen Zusammenhänge: Die Lebensgeschichten der Eltern, die nachvollziehbar machten, warum die Geburt so dramatisch verlief (Mutter war ein Adoptivkind, deren leibliche Mutter bei der Geburt starb) und welche erziehungsbedingten Hemmungen die Eltern hatten und in dieser Wohnung wieder konkretisierten.

5. Formung und Etablierung der Phantasie von alternativen ‚idealen’ inneren Eltern und einer idealen Geburt, bis beide Bereiche auch körperlich deutlich gespürt und aufgesucht werden können.

6. Behutsames Einüben von spontanem und impulsivem Ausdruck in zunächst sehr kleinen und später größeren Schritten. Am schwierigsten war für die Klienten die Übung, laut um Hilfe zu rufen. Als ihr das gelang, und zwar ohne Hemmung und mit einem lustvollen Gefühl, besserte sich die Panik-Symptomatik zügig.

Nach gut einem Jahr und etwa 50 Sitzungen von je 60 Minuten war die Klienten nicht nur symptomfrei, sondern nahm ihr Leben auch energisch in die Hand, um sich lang gehegte Wünsche zu erfüllen und Projekte in Angriff zu nehmen.

Der Feedback-Kontakt ging über vier Jahre; es gab keinen Rückfall in Paniksymptome.

Typisch für das Psycho-Holistische Vorgehen ist, wie in diesem Fall, die Kombination von unterschiedlichen Methoden, deren Einsatz für jeden speziellen Klienten ganz ‚maßgeschneidert’ erfolgt.

In obigem Beispiel kamen Interventionen zum Einsatz aus:

• Gesprächsführung (Klientenzentriertes Gespräch, Gewaltfreie Kommunikation, zirkuläres Fragen etc.)
• Psychodynamische Erkundung und Konfliktbearbeitung
• Lebensskript-Analyse aus der Transaktions-Analyse
• Körperpsychotherapie: Focusing, Hakomi, Bioenergetik
• Traumalösungstherapie (Somatic Experiencing) nach Levine
• Psychomotorische Therapie nach Pesso
• Systemische Familientherapie (ohne Familie)
• Maltherapie
• Dosiertes Konfrontieren aus der Verhaltenstherapie
• Hypnotherapie



2. „Die Spinne schleicht und lauert“ – Eine typische Phobiegeschichte
Eine Klientin sucht meine Praxis auf, weil sie nicht länger bereit ist, ihre Angst vor Spinnen hinzunehmen. Nach ihrer Schilderung hat diese im Alter von etwa fünf Jahren begonnen.
Nach einer Angstphase, in der der Verdacht auftaucht, der dunkle Fleck an der Wand könnte eine Spinne sein (die Klientin ist etwas kurzsichtig und trägt in der Wohnung die Brille nicht), erstarrt sie, wenn sie Gewissheit hat und kann sich nicht mehr bewegen. Sie muss die Spinne anstarren und kann sie nicht mehr aus den Augen lassen aus Angst, diese könnte irgendwohin krabbeln und nicht mehr ortbar sein. Schreien kann die Klientin noch, aber nur, wenn jemand in der Nähe ist oder sein könnte, der die Spinne wegnimmt. Nur große, dunkle, haarige Spinnen ohne Netz lösen die Angst bei der Klientin aus. Sie muss deswegen in oberen Etagenwohnungen leben, weil in einem Haus mit Garten oder in einer Wohnung in unteren Stockwerken mit Spinnen zu rechnen sei.

Die Klientin nimmt an einer fortlaufenden Therapiegruppe (Körperpsychotherapie) teil und kommt außerdem alle 14 Tage zu Einzelsitzungen.

Als Hauptproblem der Klientin stellte sich schnell heraus, dass beide Eltern nicht imstande waren, ihr Schutz und Halt zu geben, sondern dass im Gegenteil sie dafür gesorgt hat, dass ihre Eltern sich wohl fühlen beziehungsweise nicht ‚untergehen’, wie die Klientin es ausdrückt. Die Mutter hatte noch weniger zu geben als der Vater. Für diese nahm die Klientin bis zum frühen Tod der Mutter die Mutterrolle ein. Der Vater brauchte ständig Zustimmung und Bewunderung von der Tochter. Außerdem hatte er einen sehr starken Kontrollzwang. So schlich und wartete er auf Socken in den verwinkelten und dunklen Fluren des Elternhauses, um die Kinder bei Versäumnissen zu ertappen und dann hart zu strafen: Beim Verlassen des Zimmers, auch nun für ganz kurze Zeit, Licht oder Heizung anzulassen, die Tür nicht ganz zu schließen. Außerdem stand er oft lange unbemerkt im dunklen Flur und schaute der Tochter zu, wenn sie sich im Bad schminkte. Die Klientin erschrak sich regelmäßig extrem, wenn der Vater sie plötzlich schreiend und strafend konfrontierte und sie nachträglich realisierte, dass er sie schon längere Zeit beobachtet hatte.
Solche Vorfälle gab es etwa dreimal in der Woche vom 11. bis zum 17. Lebensjahr der Klientin. Ab dann übernahm sie die Hauptverantwortung und kontrollierte ihrerseits, ob alles so war, wie der Vater es wollte.
Einen Höhepunkt erfuhr ihre Phobie, als der Vater, der natürlich davon wusste, ihr eine riesige Spinne unter einer Glasschale präsentierte, sie ihr ganz plötzlich von hinten direkt unter die Nase hielt. Die Klientin erschrak dermaßen, dass sie die Schale mit dem Arm wegstieß und ihren Vater auch, der sich nun seinerseits erschrak und wütend wurde, weil er der Klientin „ja nur zeigen wollte, wie niedlich die Tierchen eigentlich sind“. Die Klientin empfand diesen Vorfall als eindeutig, wenn auch unbewusst sadistisch von ihrem Vater.
Die Klientin erinnerte sich außerdem, dass sie bis zum 7. Lebensjahr einschließlich ein unbeleuchtetes Außen-Plumpsklo aufsuchen musste, das etwa zehn Meter von der Haustür entfernt war. Hier hatte sie sich immer sehr gefürchtet, vor allem, nachdem ihr im Dunklen eine große Spinne über den entblößten Oberschenkel gekrochen war. Sie hatte auch Angst, in das Loch zu fallen, das ihr als kleines Kind riesig vorkam.

Ihre Eltern verspotteten und demütigten sie, wenn sie versuchte, ihre „Plumpsklo-Ängste“ auszudrücken.

Die typische Phobie-Dynamik war also gegeben:
Eine frühe Furcht, die mehrmals am Tag ausgehalten werden musste, die keinen Trost, kein Verständnis und keine Möglichkeit des Entkommens erfuhr und sich als ausweglose Angst im Organismus festsetzte mit dem Fokus auf die Spinne als Symbol des ganzen Angstgefüges, wozu auch der nicht gegebene Halt zählt.

Später wurde der Vater immer mehr gefürchtet als Verursacher von plötzlichem und extrem bedrohlichen Schrecken. Die Symbolik des Lauerns und Schleichens im Dunklen und der plötzliche Angriff entsprachen genau der Verhaltensweise der gefürchteten Spinnenart.
In Bezug auf ihren Vater hatte die Klientin einen tiefen und zunächst völlig unbewussten Grundkonflikt: Einerseits brauchte sie ihn verzweifelt als den einzigen (wenn auch unzureichenden) Halt, wofür sie hart arbeitete, indem sie ihn, wie er es ständig einforderte, bewunderte, bediente und ihm alles recht machte. Auf der anderen Seite empfand sie tiefen Hass auf ihn und große Angst vor ihm, weil er sie immer wieder erschreckte, sie auf grausame Art seelisch quälte, und sie sich nicht davor in Sicherheit bringen konnte.

Interessanterweise fanden wir heraus, dass das Schreien in Angesicht der Spinne, das völlig spontan entstand, obwohl die Klientin es unterdrücken wollte, tatsächlich auch Lustgefühle hervorrief. Es war das einzige Ventil, das ihre innere Qual überhaupt fand, um sich bemerkbar zu machen.

Der innere Konflikt wurde in den Einzelsitzungen bearbeitet, während die Möglichkeit, sich abzugrenzen, sich zu wehren und wütend sein zu dürfen; nachträglich Halt und Geborgenheit zu erfahren und sich überhaupt wahrhaftig anderen Menschen zu zeigen, in der Gruppentherapie trainiert wurde.

Nach etwa zwei Jahren erzählte die Klientin stolz, dass sie ein große Spinne in ihrer Wohnung ‚erlegt’ habe und sie als Mahnmal breit gequetscht im Flur habe liegen lassen, als ‚Warnung’ für alle anderen Spinnen.

Damit verschwand die Phobie und die Klientin begann aufzublühen und ihr Leben wie ihre Kontakte zu anderen Menschen zunehmend selbst bestimmt zu gestalten.

Auch in dieser Therapie wurde ein breites Spektrum an Methoden eingesetzt, mit den beiden Schwerpunkten Gespräch und Körperpsychotherapie.


Ich freue mich, wenn es mir gelang, hier einen psycho-holistischen Blick auf Angstsymptome zu werfen, einen Teil des Hintergrundes anzuleuchten und therapeutische Möglichkeiten aufzuzeigen.

Zur Autorin

Anne Lindenberg, München
• Praxis und Ausbildungsinstitut für Psycho-Holistik, IN HOPE
• Seit 1995 Heilgenehmigung für Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz.
• Europäisches Zertifikat für Psychotherapie ECP / EAP

Anne Lindenberg entwickelte den Ansatz der Holistischen Psychotherapie und Beratung, aus dem die Psycho-Holistik entstand.
Ausführliche Infos dazu und zu den Angeboten des IN HOPE gibt es auf der Internet-Präsenz:
http://www.psycho-holistik.de


Kontakt zur Autorin kann aufgenommen werden unter lindenberg@psycho-holistik.de



Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Urheberrechte des Artikels bei der Autorin verbleiben









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