Anfänglich wurde der Begriff Agoraphobie ausschließlich mit Platzangst gleichgesetzt, wird aber zunehmend in einer weiter gefaßten Bedeutung verwendet. Agoraphobie bezeichnet zum einen die Angst vor großen offenen Plätzen, Straßen zu überqueren, die Angst sich in eine Menschenmenge zu begeben, als auch die Angst, Geschäfte zu betreten, mit Verkehrsmitteln wie Busse, Straßenbahnen, Zügen oder Flugzeugen zu reisen, oder die eigene Wohnung bzw. das gewohnte Umfeld zu verlassen. Insbesondere das Gefühl, aus einer Situation nicht wegkommen zu können (kein vorhandener "Fluchtweg"), um sich an einen sicheren Ort (meist die eigene Wohnung) zurückziehen zu können, ist ein prägnantes Symptom dieser Krankheit. Die Befürchtung, sich in Situationen zu begeben, die als besonders gefährlich oder unangenehm empfunden werden, führt dazu, diese angstauslösenden Situationen zu vermeiden; die daraus resultierende Einschränkung der Bewegungsfreiheit fesselt einige Betroffene schließlich völlig an ihr Haus. Überwiegend sind Frauen betroffen, wobei der Beginn meist im frühen Erwachsenenalter liegt. Agoraphobie tritt häufig gemeinsam mit Panikstörungen auf.
Agoraphobie - diese Angst vor der Außenwelt - ist die häufigste Form von Angststörungen. Experten schätzen, dass in Deutschland etwa 4 Millionen Menschen akut von dieser Angstform in ihrem Leben ...
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